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Montevideo entdecken – die Gesichter einer Hauptstadt

Montevideo, die Hauptstadt Uruguays, zeigt sich uns nach unserer Ankunft von ihrer ruhigen, fast verlassenen Seite. Bereits während der Fahrt vom Flughafen in die Stadt wundern wir uns, wie wenig auf den Straßen los ist. Immerhin sollen hier über 1 Mio. Einwohner leben, dennoch sehen wir nur wenige Menschen und Autos. Wir schieben es zunächst darauf, dass es Sonntag ist, und lassen die Verwunderung erst einmal hinter uns.

 

Unser Hotel (DON Boutique Hotel) liegt mitten in der Altstadt (Ciudad Vieja) und in der Nähe vom Hafen sowie allen für uns relevanten Adressen für die Einfuhr unseres Campers. Dies ermöglicht es uns alle Wege zu Fuß zu erledigen, was uns Kosten spart und Schritte einbringt.

 

Als wir am Hotel ankommen, können wir direkt unser Zimmer beziehen. Was für ein Glück, da wir für den Check-In viel zu früh sind! Also alles abstellen, das Wesentliche auspacken, frisch machen und wieder los. Die Neugier und der Hunger treiben uns nach Draußen. Wir lassen uns durch die Straßen und Parks der Altstadt treiben und da ist sie wieder, diese eine Frage „Wo sind die Menschen?“. Die Straßen und Häuser wirken wie ausgestorben. Das Stadtbild verstärkt diesen ersten Eindruck. In den Straßenzügen reihen sich restaurierte Altbauten neben langsam zerfallendem Leerstand. Irgendwie ein sehr vielschichtiges Stadtbild und trotzdem schön anzusehen. Obwohl wir dies nicht geplant hatten, besuchen wir an unserem ersten Tag alle wichtigen Sehenswürdigkeiten: Mercado del Puerto, Plaza Zabala, Plaza Matriz, Teatro Solis, Puerta de la Ciudadela und die Fußgängerzonen Pérez Castellano und Sarandí. Nach dem langen Flug ist der Bewegungsdrang scheinbar zu groß.

 

Aber da war doch noch etwas anderes, oder? Stimmt, der Hunger. Es erweist sich leider als gar nicht so einfach, unseren Hunger zu stillen. Die meisten Lokale haben genauso wie viele Geschäfte geschlossen. Am Ende des Tages finden wir endlich Unterschlupf in einem mexikanischen Restaurant mit leckerem Essen und guten Getränken, aber zu deutschen Preisen. Damit bestätigt sich nun auch, Uruguay wird kein günstiges Land.

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Am nächsten Tag erfahren wir endlich, warum es hier so ruhig zugeht. Täglich legen in Montevideo Kreuzfahrtschiffe an, welche die Altstadt mit Touristen fluten und das dürfen wir nun live erleben. Während wir am Montagmorgen nach Frühstück und Kaffee suchen, verwandelt sich die Fußgängerzone in das blühende Leben – offene Geschäfte, Straßenstände und jede Menge Touristen. Doch sobald sie gegen Nachmittag die Stadt verlassen, schließen gegen 17Uhr die meisten Restaurants und Shops. Dies hat uns täglich vor die Herausforderung gestellt, abends etwas zu Essen zu bekommen.

 

Nachdem wir am Montag alle Formalitäten für die Verschiffung erledigt haben, machen wir uns auf den Weg in das angrenzende Stadtzentrum (Centro), welches durch den Plaza Independencia mit der Altstadt verbunden wird. Aus unserer Sicht symbolisiert dieser Platz sehr prägnant die Verbindung beider Stadtteile. Nirgends spiegelt sich auf so kleinem Raum die vielfältige Architektur Montevideos wider. Mit dem Betreten des Stadtzentrums finden wir uns plötzlich im geschäftigen Treiben wieder und lassen uns entlang der Av. 18 de Julio mit ihrer Vielzahl an Geschäften treiben.

 

Als wir an unserem dritten Tag mit unseren Containerbuddys in den Stadtteil Punta Carretas fahren, zeigt sich uns die Stadt von einer ganz neuen Seite – wohlhabend, modern, entspannt. Dieser Stadtteil scheint bei den Einheimischen sehr begehrt zu sein. Wir flanieren durch die Straßen, entlang der Rambla (Strandpromenade) und durch den Parque Rodo und sind scheinbar endlich im täglichen Leben Montevideos angekommen.

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3 Gedanken zu „Montevideo entdecken – die Gesichter einer Hauptstadt“

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