San Telmo hat uns wirklich begeistert. In diesem nostalgischen Stadtteil brauchen wir uns nur durch die kleinen Gassen mit Kopfsteinpflaster treiben lassen, um wahre Schätze zu finden. Die kolonialen Hausfassaden mit ihren bunten Schildern und versteckten Innenhöfen versetzen uns in eine andere Zeit und Welt. Plötzlich finden wir uns zwischen Antiquitäten oder blumengeschmückten Innenhöfen wieder.
Sonntage sind in diesem Stadtteil Markttage. So etwas haben wir noch nie erlebt. Der Feria de San Telmo ist der schönste, vielfältigste und größte Markt, den wir bisher gesehen haben. Hier bekommt man jedes Produkt, was man sucht oder auch nie gesucht hat. Antiquitäten, Kunst, Lederwaren, Handwerk, Souvenirs, Kleidung… und dazwischen wird entsprechend dem argentinischen Lebensgefühl Musik gemacht, Tango getanzt und verschiedene Leckereien genossen.
Auf der Suche nach Empanadas machen wir einen kurzen Abstecher in die bekannte Markthalle (Mercado de San Telmo), aber ergreifen auch schnell wieder die Flucht. Wir kommen kaum einen Schritt voran. Hier in diesem Moment etwas zu Essen bestellen – schier unmöglich. Die Markthalle ist brechend voll (zufälligerweise waren wir am nächsten Montag noch einmal hier und fanden das Gegenteil vor). Wir kaufen stattdessen die gesuchten Empanadas in einer kleinen Bäckerei in einer Seitenstraße. Sie sind nicht nur sehr lecker, sondern auch preiswert. Als wir uns auf den Rückweg zu Erwin machen, landen wir überraschenderweise wieder auf dem Markt. Nicht weil wir uns verlaufen haben, sondern weil sich der Markt vom Plaza Dorrego weiter entlang der Calle Defensa in Richtung Centro erstreckt. Es braucht mehrere Straßenzüge, bis wir nicht mehr von Marktständen umgeben sind.
